GROSSÜBUNG AN DER LINACHTALSPERRE – KREISÜBERGREIFENDE HILFE (KÜH)

Rund 250 Einsatzkräfte von Freiburg über Waldshut bis Konstanz, waren bei der Katastrophenschutz-Übung im Südschwarzwald am Samstag dabei. Die Übung war ein Jahr lang vorbereitet worden.

Die Abteilung 07 Wiehre unterstütze gemeinsam mit dem RW 2 und einem MTW, sowie der dazugehörigen Mannschaft, den Technischen Zug der Feuerwehr Freiburg.

Ein Jahr lang hat das Regierungspräsidium Freiburg die kreisübergreifende Übung an der Linachtalsperre in Vöhrenbach (Schwarzwald-Baar-Kreis) geplant und vorbereitet. Rund 250 Einsatzkräfte aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, den Kreisen Konstanz und Waldshut sowie der Stadt Freiburg nahmen an der Übung am Samstag teil. Dank moderner Technik und großem Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, verlief die Übung reibungslos. 

Eine Explosion, mehrere Verletzte und akuter Wassermangel

Das Drehbuch für das Übungsszenario sah vor, dass aufgrund lang anhaltender Trockenheit ein Mangel an Brauchwasser rund um die Linachtalsperre entstanden war. Zudem sei es auf einer fiktiven Veranstaltung neben der Talsperre zu einer Explosion mit mehreren Verletzten gekommen. 

„Die klimatischen Veränderungen werden aus unserer Sicht dazu führen, dass wir entweder schlagartig zu viel Wasser oder über lange Zeit zu wenig Wasser haben.“ 

Christoph Glaisner, Bezirksbrandmeister

So verlief die Übung

Die Einsatzkräfte vor Ort mussten sich zunächst ein Bild von der unübersichtlichen Lage machen. Dann galt es das vom Regierungspräsidium erarbeitete Konzept zur kreisübergreifenden Hilfeleistung in der Praxis umzusetzen. Als erstes wurde die Alarmierungskette über die integrierte Leitstelle in Freiburg in Gang gesetzt. Danach forderte das Regierungspräsidium Unterstützung von Einsatzkräften anderer Landkreise an. Die nach und nach eintreffenden Unterstützungseinheiten legten dann eine Wasserleitung über lange Wegstrecken an und einen Behandlungsplatz, um Verletzte der Explosion zu versorgen und zu behandeln.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer beeindruckt von Einsatzkräften

Das Regierungspräsidium Freiburg ist als höhere Katastrophenschutzbehörde für die Koordination der Einsatzkräfte bei kreisübergreifenden Hilfseinsätzen zuständig. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zeigte sich beeindruckt von der hohen Professionalität der Einsatzkräfte.

„Die heutige Übung hat gezeigt, dass das Konzept der kreisübergreifenden Hilfeleistung praxistauglich ist und zur Bewältigung einer solchen Lage beiträgt.“

Bärbel Schäfer, Regierungspräsidentin Freiburg

Die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr sowie die Waldbrände in Brandenburg und Sachsen hatten eindrucksvoll gezeigt, dass es Schadensereignisse gibt, die von einzelnen Landkreisen nicht ohne Unterstützung zu bewältigen sind. 

Quelle: SWR (Katastrophenschutz Übung 2022 an Linachtalsperre in Vöhrenbach – SWR Aktuell)

Frederick Buchhorn

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